Aus­flugs­ziel zu Ostern mit dop­pel­tem See-Genuss im Tren­ti­novon am


Das Tren­ti­no, im Süden Süd­ti­rols rund um die Stadt Tri­ent gele­gen, ist eine abwechs­lungs­rei­che Gegend mit vie­len Kul­tur- und Frei­zeit­mög­lich­kei­ten. Cam­ping-Ver­gnü­gen und dop­pel­ter See-Genuss im Tren­ti­no bie­ten der Lago di Cal­do­naz­zo und der Lago di Levico. Viel­leicht schon an den Oster-Fei­er­ta­gen? Über die Bren­ner Auto­bahn und die Aus­fahrt Tri­ent erreicht man über die Land­stra­ße den Lago di Cal­do­naz­zo. Wenn man von Cal­do­naz­zo die Via Lungo­la­go direkt am See ent­lang­fährt, reiht sich ein Cam­ping­platz an den ande­ren. Beson­ders hübsch ist der Cam­ping Pun­ta Lago, den man vom nächs­ten Ört­chen, Cal­cer­a­ni­ca, aus ansteu­ert. Das Camp ist zwei­ge­teilt. Der grö­ße­re Teil, mit Wie­sen und Bäu­men, liegt land­ein­wärts neben dem See-Pro­me­na­den­sträß­chen. Ein klei­ne­rer Stell­platz ist direkt am See. Mini-Markt, Duschen und Toi­let­ten sind so zwar etwas wei­ter weg, dafür führt ein schmie­de­ei­ser­nes Tor direkt zur Bade­bucht.

Der Pun­ta Lago Stell­platz direkt am See ist klein aber fein.

Der schö­ne, brei­te Strand und das kla­re Was­ser sind sehr ein­la­dend. Also, wenn es der Früh­som­mer her­gibt – aus­pa­cken, Biki­ni anzie­hen und rein ins küh­le Nass. Der See fühlt sich herr­lich an. Man kann bis zum Cam­ping­platz Pen­iso­la Ver­de schwim­men, der etwas rus­ti­ka­ler ist als der Pun­ta Lago, aber auch mit eige­nem Strand.

Vom schö­nen Bade­strand geht es ins kla­re, küh­le Nass des Lago di Cal­do­naz­zo.

Wer sich lie­ber auf das Fahr­rad schwingt, für den hat das sehr net­te Emp­fangs­team vom Pun­ta Lago eine Bike-Kar­te parat. Von den vie­len schö­nen Tou­ren ist die­se ganz beson­ders aus­sichts­reich und im Früh­ling herr­lich grün.

Mit dem Rad um die Due Laghi

Für die Tour „Due Laghi“ radelt man zunächst Rich­tung Bren­ta und dann über einen stei­len Wan­der­pfad (man kann natür­lich auch schie­ben) hin­auf zum „Kärch­lein“, also der klei­nen Kir­che San Valen­ti­no, die über dem Lago thront.

Der stei­le Auf­stieg ist der Start zur Rad­tour Due Laghi.

Von dort wei­ter zur Burg­rui­ne For­te di Ten­na – hier öff­net sich dann auch der ers­te Blick auf den Lago di Levico, der öst­lich vom Lago di Cal­do­naz­zo liegt.

Traum­haf­te Aus­sicht auf den Lago di Levico.

Man folgt nun der wenig befah­re­nen Neben­stra­ße Rich­tung Levico und sieht schon bald ein Wan­der­schild mit der ver­lo­cken­den Auf­schrift „Lago di Levico“. Schnell zeigt sich, war­um hier kein Fahr­rad­weg ein­ge­zeich­net ist. Der Wan­der­weg wird zum Pfad und dann zur stei­len Wur­zel­pis­te, jetzt wäre das Moun­tain­bike per­fekt. Die abwechs­lungs­rei­che Off­road-Tour, führt schließ­lich zum See­ufer und dann am Ufer ent­lang. Auf und ab geht es bis kurz vor den Ort Levico Ther­me. Das Ört­chen ist wirk­lich sehr hübsch – aller­dings ist der Rad­weg im Ort schlecht aus­ge­schil­dert. Wenn man wie­der zurück zum See gefun­den hat, geht es auf Forst­we­gen und Sei­ten­stra­ßen mit leich­ten Stei­gun­gen nach Per­gi­ne.

Das alte und ori­gi­nal erhal­te­ne Per­gi­ne am Süd­ufer des Lago di Cal­do­naz­zo.

Der Ort ist klein aber nett. An vie­len der schö­nen, alten Gemäu­er hat der Zahn der Zeit deut­lich genagt. In einem win­zi­gen Fahr­rad­ge­schäft gibt es die lus­tigs­ten Fahr­rad­klin­geln. Von Per­gi­ne aus führt der Rad­weg dann über San Chris­to­fo­ro zurück ans West­ufer vom Lago di Cal­do­naz­zo West­ufer bis zum Cam­ping­platz.

Der Tacho zeigt 33 km an und die sind es wirk­lich wert. Nach einer Abküh­lung im See kann, wer sich nicht selbst ver­sor­gen will (in Cal­cer­a­ni­ca sind Super­märk­te), im Restau­rant Al Pes­ca­to­re neben­an köst­li­chen fri­schen Fisch vom Grill schlem­men. Den Absa­cker soll­te man unbe­dingt am Strand mit traum­haf­tem Son­nen­un­ter­gang genie­ßen.

Roman­ti­scher rosa­ro­ter Son­nen­un­ter­gang über dem Lago.

Fami­li­en­freund­lich – der Bren­ta Rad­weg und vie­le Aus­flugs­zie­le

Übri­gens kann man vom Lago di Cal­do­naz­zo aus auch den wirk­lich schö­nen und nicht sehr über­lau­fe­nen Bren­ta Rad­weg erkun­den. Die ins­ge­samt rund 80 km nach Bassa­no del Grap­pa füh­ren durch hüb­sche Ört­chen wie zum Bei­spiel Bor­go Val­suga­na, ent­lang enger Schluch­ten und vor­bei an einem Wild­was­ser­kurs. Zurück geht’s mit dem Zug – unbe­dingt vor­her erkun­di­gen und ein Ticket reser­vie­ren, da die Bike-Plät­ze begrenzt sind. Wenn man mit Kin­dern unter­wegs ist kann man den Bren­ta Weg natür­lich schon frü­her been­den und mit dem Zug zurück­keh­ren.

Wei­te­re Aus­flugs-Mög­lich­kei­ten vom Lago di Cal­do­naz­zo aus sind das male­ri­sche Tri­ent, in dem Cafes und vie­le klei­ne Geschäf­te zum Bum­meln ein­la­den. Oder auch die kur­vi­gen Berg­stra­ßen im Wes­ten von Tri­ent, die zum Bei­spiel hin­auf zum Lago die Ter­la­go und zum Lago di Mol­ve­no füh­ren. An bei­den Seen gibt es sehr schö­ne Wan­der­mög­lich­kei­ten. Ende Juni fin­det hier auch das berühm­te Berg­ren­nen Tren­to-Bon­do­ne statt, bei dem vie­le Oldies am Start sind. Im Fah­rer­la­ger bei Tri­ent kann man die­se Kost­bar­kei­ten besich­ti­gen oder sich ent­lang der Stre­cke das Dröh­nen der Moto­ren und die begeis­ter­ten Rufe der ita­lie­ni­schen Fans rein­zie­hen. Also — auf zum Cam­ping-Ver­gnü­gen mit dop­pel­tem See-Genuss im Tren­ti­no. Als See-Alter­na­ti­ve kann man auch den nahe gele­ge­nen Gar­da­see ein­pla­nen.

Der Markt­platz in Tri­ent mit sei­nen vie­len Obst- und Gemü­se­stän­den.

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